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<title>Reenactment</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Reenactment</span></h1>
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<p><b>Reenactment</b> (<a href="Englische_Sprache" title="Englische Sprache">englisch</a> für ‚Wiederaufführung‘, ‚Nachstellung‘) nennt man die <a href="Inszenierung" title="Inszenierung">Inszenierung</a> konkreter geschichtlicher Ereignisse in möglichst <a href="Authentisch" class="mw-redirect" title="Authentisch">authentischer</a> Art und Weise. Über den Weg des aktualisierten Wiedererlebens ähnlich einer <a href="Living_History" title="Living History">Living History</a> soll <a href="Geschichte" title="Geschichte">Geschichte</a> erlebnishaft nachvollziehbar und damit verständlich gemacht werden. Das Nachstellen von historischen oder sagenhaften Ereignissen war schon in der <a href="Antike" title="Antike">Antike</a> geläufig.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Beschreibung">Beschreibung</h2></div>
<p>Nach der sogenannten <i>Theorie der Historiographie</i> des britischen Philosophen und Historikers <a href="Robin_George_Collingwood" title="Robin George Collingwood">Robin George Collingwood</a>, deren zentraler Teil sich mit historischem <i>re-enactment</i> befasst,<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> besteht die Aufgabe beim Reenactment darin, auf Grundlage der überlieferten Quellen ein ganz konkretes <a href="Historisches_Ereignis" title="Historisches Ereignis">historisches Ereignis</a> möglichst authentisch zu rekonstruieren.<sup id="cite_ref-Carstensen1_2-0" class="reference"><a href="#cite_note-Carstensen1-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dabei sollen erneut die Gedanken und Intentionen der ursprünglich handelnden Akteure durchgespielt werden, wie sie sich in dem vergangenen Ereignis ausgedrückt haben. Dieser wissenschaftliche Ansatz ist die zentrale Voraussetzung für die Definition des modernen Reenactment.
</p><p>Im englischsprachigen Raum wurde das Reenactment oft auf die militärhistorisch akkurate Nachstellung von <a href="Schlacht" title="Schlacht">Schlachten</a> reduziert beziehungsweise von der Öffentlichkeit so wahrgenommen.<sup id="cite_ref-Steinecke1_3-0" class="reference"><a href="#cite_note-Steinecke1-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Tatsächlich schließt der Begriff Reenactment aber auch zivile historische Inszenierungen ein, die auf historisch belegbare Einzelereignisse zurückzuführen sind.
</p><p>Neben vielen Vereinen, die sich in der Freizeit mit der Nachstellung authentischer historischer Ereignisse beschäftigen, haben sich auch kommerzielle Reenactment-Gruppen gebildet, die zu verschiedenen Anlässen vor Publikum auftreten.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dabei wird in erster Linie nicht das klassische Collingwoodsche Reenactment betrieben, sondern zumeist <i>Living History</i> in einem umfassenderen Sinn dargeboten, der in stärkerem Maß Improvisationen zulässt und weniger strikt an das konkrete historische Ereignis gebunden bleibt. Diesem Aspekt widmen sich auch vermehrt die archäologischen Freilichtmuseen, indem sie zum Beispiel mithilfe des Museumspersonals oder ehrenamtlicher Helfer das Alltagsleben bzw. bestimmte wiederkehrende Ereignisse (Märkte, Messen etc.) dem Publikum zugänglich zu machen versuchen. Beispiele hierfür sind das niederländische <a href="Archeon" title="Archeon">Archeon</a>, das dänische <a href="Middelaldercentret" title="Middelaldercentret">Middelaldercentret</a> und der <a href="Geschichtspark_B%C3%A4rnau-Tachov" title="Geschichtspark Bärnau-Tachov">Geschichtspark Bärnau-Tachov</a> in Deutschland. In der öffentlichen Wahrnehmung, aber auch bei vielen Gruppen verschwimmen die Grenzen dieser Geschichtsinterpretationen, was daran liegt, dass es bei der Darstellung häufig zu Überlagerungen kommen kann.
</p><p>Personen, die sich mit Reenactment beschäftigen, werden in der <a href="Szene_(Volkskunde)" title="Szene (Volkskunde)">Szene</a> umgangssprachlich als <i>Reenactors</i> bezeichnet.<sup id="cite_ref-Carstensen1_2-1" class="reference"><a href="#cite_note-Carstensen1-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Begriffsproblematik,_Überschneidungen_mit_anderen_Interpretationen"><span id="Begriffsproblematik.2C_.C3.9Cberschneidungen_mit_anderen_Interpretationen"></span>Begriffsproblematik, Überschneidungen mit anderen Interpretationen</h2></div>



<p>In der öffentlichen Auseinandersetzung werden die verschiedenen Begriffe des „Spiels mit der Vergangenheit“ häufig verwechselt. Während einige Veröffentlichungen zum Thema Freizeitveranstaltungen das Reenactment auf die Darstellung von Schlachten verkürzen,<sup id="cite_ref-Steinecke1_3-1" class="reference"><a href="#cite_note-Steinecke1-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> werden in pädagogischen Schriften Reenactment, <a href="LARP" class="mw-redirect" title="LARP">LARP</a> und Reenlarpment zu Unterpunkten der Living History.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Zusammenhang mit dem Reenactment kann auch die <a href="Experimentelle_Arch%C3%A4ologie" title="Experimentelle Archäologie">Experimentelle Archäologie</a> stehen. Viele Historiker sehen in beiden Arbeitsweisen eine mögliche Plattform geschichtliche Erfahrungen zu sammeln und wertvolle Experimente durchzuführen. Beide Formen haben in der Vergangenheit bereits Hand in Hand gearbeitet oder sich zumindest ausgetauscht.
</p><p>Im Unterschied zum zeit- und ortsgebundenen Reenactment, das höchsten Wert auf wissenschaftliche Authentizität legt, nähert sich das ganz im Spiel und Spaß-Bereich angesiedelte <i><a href="Live_Action_Role_Playing" title="Live Action Role Playing">Live Action Role Playing</a></i> (LARP), wenn es auf historische Ereignisse zurückgreift, eher dem <a href="Histotainment" title="Histotainment">Histotainment</a> an, mit dem Reenactment ebenfalls nicht verwechselt werden darf. In vielen Medien und Publikationen verschwimmen Histotainment und Reenactment oft oder werden gar als Synonyme verwendet. Reenactment kann allerdings auch Teil eines Histotainments werden,<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> wenn seriöse historische Dokumentationen darauf Wert legen. Neben dem Wort Histotainment haben sich auch Synonyme wie <i>Edutainment</i> und – speziell für den Dokumentarfilm – <i>Dokutainment</i> gebildet.
</p><p>Auch beim LARP, einer Form von <a href="Fantasy" title="Fantasy">Fantasy</a>-Rollenspiel, ist es von untergeordneter Bedeutung, tatsächliche historische Ereignisse nachzustellen oder mit tatsächlichen, geschichtlich nachgewiesenen Ausrüstungsgegenständen zu agieren. Dennoch hat sich für diese sehr freie Form der historischen Interpretation das Kunstwort <i>Reenlarpment</i> herausgebildet.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dies kann bisweilen zu Verwechslungen führen.
</p><p>Oftmals mit Reenactment verwechselt wird Battle Display. Hierbei handelt es sich um das Sammeln von militärischen Gegenständen in Verbindung mit einer fotografischen oder filmischen Inszenierung. Der Hauptschwerpunkt liegt hier bei modernen, oftmals aktuellen militärischen Einheiten, die meist von Einzelpersonen anhand von Fotos rekonstruiert werden. Der Ursprung dieses Hobbys liegt im asiatischen Raum, entstanden aus dem dort beliebten Sammeln und Modifizieren von 1:6-Miniaturen.
</p><p>Seit dem Historikertag 2002, auf dem auch die Spielszenen in den historischen Dokumentationen des Fernsehjournalisten <a href="Guido_Knopp" title="Guido Knopp">Guido Knopp</a> untersucht wurden, bezeichnet <a href="Histotainment" title="Histotainment">Histotainment</a> die unwissenschaftliche und zweifelhafte Darstellung angeblicher historischer Gegebenheiten. Dazu gehören auch Computerspiele, vermeintliche <i><a href="Mittelaltermarkt" title="Mittelaltermarkt">Mittelaltermärkte</a></i>, Themenparks oder Reality-Soaps, bei denen Bewerber durch „Rollenspiele in historischen Kulissen“<sup id="cite_ref-ah90_8-0" class="reference"><a href="#cite_note-ah90-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> vermeintlich authentische Erfahrungen mit der Vergangenheit sammeln können.<sup id="cite_ref-Carstensen1_2-2" class="reference"><a href="#cite_note-Carstensen1-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Kritiker des Histotainments sehen die besondere Gefahr darin, dass ein unvoreingenommenes Publikum nicht in der Lage ist, zwischen Fiktion und Realität zu unterscheiden. Geschichte, die in den Händen von Produzenten bzw. Regisseuren liege, werde zur Mixtur aus „Gefundenem und Erfundenem“, die nach den Maßgaben der Verantwortlichen geformt werden könne. So würden falsche Geschichtsbilder in den Köpfen der Menschen erzeugt,<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> die im schlimmsten Falle einem modisch, intellektuell bzw. politisch vorherrschenden Zeitgeist entsprechen könnten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte_und_Entwicklung">Geschichte und Entwicklung</h2></div>
<p>Zu den verschiedensten Anlässen werden schon seit dem <a href="R%C3%B6misches_Reich" title="Römisches Reich">Römischen Reich</a> mehr oder minder korrekte Historiendarstellungen nachgespielt. Besondere Beachtung in diesem Zusammenhang spielen die seit dem <a href="Mittelalter" title="Mittelalter">Mittelalter</a> weit verbreiteten <a href="Passionsspiel" title="Passionsspiel">Passionsspiele</a> um Leiden und Tod <a href="Jesus_von_Nazaret" title="Jesus von Nazaret">Jesu Christi</a>.<sup id="cite_ref-Carstensen1_2-3" class="reference"><a href="#cite_note-Carstensen1-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zu Zeiten Kaiser <a href="Wilhelm_II._(Deutsches_Reich)" title="Wilhelm II. (Deutsches Reich)">Wilhelm II.</a> kamen die unterschiedlichsten Historiendarstellungen und historischen Umzüge besonders hoch in Mode. Meist sollte an Persönlichkeiten und Ereignisse der deutschen Geschichte erinnert werden. Zumeist wurde damals ein romantisierendes Bild der dargestellten Epoche gezeichnet. Aus dieser Zeit hat sich unter anderem die seit 1903 mit rund 2.000 Teilnehmern veranstaltete <a href="Landshuter_Hochzeit" title="Landshuter Hochzeit">Landshuter Hochzeit</a> erhalten, bei der über Tage hinweg die bayerische Stadt <a href="Landshut" title="Landshut">Landshut</a> und ihre Einwohner die 1475 geschlossene Hochzeit zwischen der polnischen Königstochter <a href="Hedwig_Jagiellonica_(1457%E2%80%931502)" title="Hedwig Jagiellonica (1457–1502)">Hedwig</a> und dem Landshuter Herzogssohn <a href="Georg_(Bayern)" title="Georg (Bayern)">Georg</a> feiern.
</p><p>Im deutschsprachigen Raum liegen die Wurzeln der heutigen Reenactment-<a href="Szene_(Volkskunde)" title="Szene (Volkskunde)">Szene</a>, die sich seit den 1970er-Jahren gebildet hat, vornehmlich in England, wurden aber auch durch amerikanische Soldaten in Deutschland gefördert. Die seit 1980 veranstalteten <a href="Wallensteinfestspiele_(Memmingen)" title="Wallensteinfestspiele (Memmingen)">Wallensteinfestspiele</a>, bei denen über eine Woche der Aufenthalt des Oberbefehlshabers der kaiserlichen Streitkräfte im <a href="Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg" title="Dreißigjähriger Krieg">Dreißigjährigen Krieg</a>, <a href="Albrecht_Wenzel_Eusebius_von_Waldstein" class="mw-redirect" title="Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein">Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein</a> (Wallenstein), im Jahre 1630 in <a href="Memmingen" title="Memmingen">Memmingen</a> nachgespielt wird, sind mit rund 4.500 Teilnehmern das wohl größte regelmäßige „Reenactment“ der Welt.
</p><p>Heute lassen sich bei der Rekonstruktion von Schlachten deutliche nationale und kulturspezifische Unterschiede beobachten. So setzten in den USA und Großbritannien Historiker sowie Kultur- und Tourismusvertreter häufig Animationsmethoden und kostümierte Schauspieler ein, um für ein nationalgeschichtlich entfremdetes Publikum historische Ereignisse anschaulich zu machen.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Als Konzept des Militärtourismus ist das Reenactment daher in angloamerikanischen Ländern weniger umstritten als beispielsweise in Deutschland, da beim Reenactment oft eine Gratwanderung zwischen unseriösem Spektakel und wissenschaftlicher Geschichtsvermittlung stattfindet.<sup id="cite_ref-Steinecke1_3-2" class="reference"><a href="#cite_note-Steinecke1-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In jüngerer Zeit haben sich in Amerika, insbesondere in Pittsburgh und Chicago, auch Gruppen aus der Freien Theaterszene auf kritische Weise der Darstellungsform Reenactment genähert, wobei hier nicht militärische Ereignisse, sondern solche aus der Arbeiter- und Protestbewegung im Fokus stehen.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kritik">Kritik</h2></div>
<p>Viele Fachhistoriker sehen im Reenactment zum einen redliches Bemühen bei der Rekonstruktion von einzelnen Artefakten und eine mögliche Plattform zur Vermittlung geschichtlichen Wissens und ggf. zur Gewinnung neuer Erkenntnisse für die Wissenschaft. Auf der anderen Seite erkennen sie „Klamauk“ und „Fantasy“, da beispielsweise in der Darstellung mittelalterlicher Ereignisse oft auf „überkommene alte Konzepte aus dem 19. Jahrhundert“ zurückgegriffen werde und mit der fehlenden Wissenschaftlichkeit auch keine historische Tiefe vorhanden sei.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Daher wird oft zwischen einem der wissenschaftlichen Darstellung durch experimentelle Archäologie und Museologie sowie einem der Unterhaltung dienenden Reenactment unterschieden.<sup id="cite_ref-ah90_8-1" class="reference"><a href="#cite_note-ah90-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Da speziell in Kanada und den USA eine überwiegende Zahl von Zuschauern bei Live-Veranstaltungen in der Vergangenheit einen allzu authentischen Umgang mit der Geschichte kritisierte und viele historische Tatsachen und Vorgänge nicht zu vermitteln waren bzw. teilweise auch auf ethische und rechtliche Schranken stießen, mussten oftmals Abstriche bei einer realistischen Darstellung gemacht werden. Zusätzlich wurde das für das Reenactment so wichtige Eintauchen in historische Ereignisse durch teilweise notwendige Erläuterungen erschwert. Um nicht der fachlichen Kritik ausgesetzt zu sein, <i>Zuckerguss-Geschichte</i> zu betreiben, haben sich einige Reenactment-Gruppen daher in der Vergangenheit deutlich von öffentlichen Auftritten distanziert, um das Maß der Einschränkungen zu minimieren.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Seit geraumer Zeit versuchen einige Gruppen, die sich des Themas <a href="Waffen-SS" title="Waffen-SS">Waffen-SS</a> angenommen haben, ideologisch einseitige Strömungen in den Reenactment-Bereich einfließen zu lassen. Untaten der SS werden dabei verharmlost oder geleugnet. Als Gegenmaßnahme haben daher seriöse Gruppen und Zusammenschlüsse Vereinbarungen unterzeichnet, die sich von <a href="Nationalsozialismus" title="Nationalsozialismus">nationalsozialistischen</a> Ideen und deren Anhängern ausdrücklich distanzieren, wie etwa das <i>WWII Living History Agreement 2007</i>.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In der Vergangenheit ist es in der Frühmittelalter-Reenactment-Szene aufgrund der Verwendung von <a href="Hakenkreuz#Germanen" class="mw-redirect" title="Hakenkreuz">Hakenkreuz-Symbolen</a> bei einigen Gruppen, die Germanen darstellen, zu einer Diskussion gekommen,<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> die sich auf die grundsätzliche Frage der Wissenschaftlichkeit des Ansatzes ausgeweitet hat. So wurde auch in dieser Szene von vielen Gruppen und Einzelpersonen eine Erklärung unterzeichnet, sich von extremen Strömungen zu distanzieren.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Mittelalterszene" title="Mittelalterszene">Mittelalterszene</a></li>
<li><a href="Society_for_Creative_Anachronism" title="Society for Creative Anachronism">Society for Creative Anachronism</a></li>
<li><a href="Living_History" title="Living History">Living history</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Chantal Walser: <i>Reenactments in Dokumentarischen Fernsehproduktionen. Untersuchung eines modernen Gestaltungsmittels.</i> VDM Verlag Müller, Saarbrücken 2010, ISBN 978-3-639-26124-0 (Mittweida, Hochschule Mittweida (FH), Bachelorarbeit, 2009).</li>
<li><i>Reenacting History: Theater &amp; Geschichte</i>. hrsg. von Micha Braun, <a href="G%C3%BCnther_Heeg" title="Günther Heeg">Günther Heeg</a>, Lars Krüger und Helmut Schäfer, Theater der Zeit, Berlin 2014, ISBN 978-3-943881-81-3.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Reenactments?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Reenactments</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.archaeologie-online.de/links/149/288/">Themenseite Reenactment</a> auf archaeologie-online.de</li>
<li>Henry Skodell: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.reenactment.de/reenactment_start/reenactment_startseite/was_ist_reenactment/was_ist_reenactment.html"><i>Was ist Reenactment?</i></a> reenactment.de</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Michael Walter Hebeisen: <i>Recht und Staat als Objektivationen des Geistes in der Geschichte.</i> Books on Demand, 2004, ISBN 3-8334-1847-8, S. 570.</span>
</li>
<li id="cite_note-Carstensen1-2"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Carstensen1_2-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Carstensen1_2-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Carstensen1_2-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Carstensen1_2-3">d</a></sup></span> <span class="reference-text"> Jan Carstensen, Uwe Meiners, Ruth-E. Mohrmann (Hrsg.): <i>Living History im Museum</i>, Waxmann Verlag, 2008, ISBN 3-8309-2029-6, S. 119.</span>
</li>
<li id="cite_note-Steinecke1-3"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Steinecke1_3-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Steinecke1_3-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Steinecke1_3-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text">Albrecht Steinecke: <i>Kulturtourismus.</i> Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2007, ISBN 3-486-58384-0, S. 162.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Jan Carstensen, Uwe Meiners, Ruth-E. Mohrmann (Hrsg.): <i>Living History im Museum.</i> Waxmann Verlag, 2008, ISBN 3-8309-2029-6, S. 23.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Dietmar Hartwich, Christian Swertz, Monika Witsch, Norbert Meder: <i>Mit Spieler: Überlegungen zu nachmodernen Sprachspielen in der Pädagogik.</i> Königshausen &amp; Neumann, 2007, ISBN 3-8260-3648-4, S. 109.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Franziska Ritter: <i>Authentizität im Dokumentarischen.</i> GRIN Verlag, München-Ravensburg 2008, ISBN 3-640-20862-5, S. 25.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Jan Carstensen, Uwe Meiners, Ruth-E. Mohrmann (Hrsg.): <i>Living History im Museum</i>, Waxmann Verlag, 2008, ISBN 3-8309-2029-6, S. 16.</span>
</li>
<li id="cite_note-ah90-8"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-ah90_8-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-ah90_8-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Andreas Hartmann: <i>Historizität</i>, Waxmann Verlag, 2007, ISBN 3-8309-1860-7, S. 90.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Andreas Hartmann: <i>Historizität</i>, Waxmann Verlag, 2007, ISBN 3-8309-1860-7, S. 91 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Albrecht Steinecke: <i>Kulturtourismus</i>, Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2007, ISBN 3-486-58384-0, S. 163.</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Jan Lazardzig: <i>Right here, right now – die amerikanische Freie Szene entdeckt historische Reenactments als eine Möglichkeit, unbequeme Wahrheiten öffentlich zu machen</i>, <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=5575:theaterbrief-aus-chicago-die-amerikanische-freie-szene-entdeckt-historische-reenactments-als-eine-moeglichkeit-unbequeme-wahrheiten-oeffentlich-zu-machen&amp;catid=448&amp;Itemid=100072">nachtkritik.de, Mai 2011</a></span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Valentin_Groebner" title="Valentin Groebner">Valentin Groebner</a>: <i>Das Mittelalter hört nicht auf</i>, C.H.Beck Verlag, München 2008, ISBN 3-406-57093-3, S. 141 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Markus Walz: <i>Perspektiven für die Naturalismus-Spirale der letzten Jahrzehnte.</i> In: <i>Living History im Museum.</i> Waxmann Verlag, Münster 2008. ISBN 978-3-8309-2029-8. S.&nbsp;32–34.</span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
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</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20100715121820/http://wwiilhagreement.webs.com/">WWII Living History Agreement</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 15. Juli 2010 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</span>
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<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external free" href="http://www.archaeologie-online.de/magazin/nachrichten/podiumsdiskussion-zu-living-history-und-reenactment-in-paderborn-3423/">http://www.archaeologie-online.de/magazin/nachrichten/podiumsdiskussion-zu-living-history-und-reenactment-in-paderborn-3423/</a></span>
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